zum Inhalt
zur Funktionsnavigation
zur Hauptnavigation
Informationen zum neuen NABU-Design
Bedienhilfen
>> Vogelzug im Klimawandel >> Klima Akademie >> Erfahrungsberichte >> 4. Seminar
Anlässlich der COP9, der Konferenz zur biologischen Vielfalt, fand am 18. Mai 2008 die Klimaakademie ihren Abschluss in einer gemeinsamen Aktion auf dem Plaza der Vielfalt in Bonn.
Nachdem in den 3 vorangegangenen Seminaren und der Kick-Off-Veranstaltung das Projektmanagement besprochen, fundiertes Wissen gelegt und viele Ideen entwickelt wurden, schritten wir in unserem Anliegen, „Vogelzug im Klimawandel“ an die Öffentlichkeit zu bringen, zur Tat.
Zunächst reisten wir an den Ort der Entscheidungen über die biologische Diversität. Im Jahre 2008 ist Bonn der Veranstaltungsort für die Vertragsstaatenkonferenz, die über Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität verhandelt.
Wo kann man besser seine Forderungen anbringen und Gehör bekommen?
Im Rahmen der internationalen Jugendkonferenz der NAJU, fanden wir Raum, um in einem Workshop mit Marc Amann unsere Aktionsidee zu konkretisieren und Vorbereitungen zu treffen.
Mit gebastelten Kranichen, die auf einer Schnur mit Infokärtchen gefädelt waren, wollten wir den Passanten die Abweichung des Zuges der Vögel durch den anthropogenen Klimawandel vor Augen führen. Gerade der Kranich ist durch die Verschiebung des Klimas bedroht. Er brütet in Feuchtgebieten Osteuropas, die von der Wärme zunehmend austrocknen und somit ist sein Verbreitungsgebiet erheblich eingeschränkt.
Der Origami-Kranich steht stellvertretend für die bedrohten Vogelarten, wie auch für den Vogel des Jahres 2008, den Kuckuck. Dieser findet aufgrund des zeitlich verschobenen Zuges seiner Wirtsvögel keine Ablagemöglichkeiten mehr für seine Eier.
Die Folgen des Klimawandels sind zahlreich und das Verschwinden von einigen Vogelarten ist nur ein Teil des großen Verlustes der biologischen Vielfalt auf Erden, welches ein komplexes Netz von ökologischen Verbindungen und Abhängigkeiten darstellt. Letztlich fällt es auch auf uns zurück und bedeutet eine Einschränkung des Lebensstandards der Menschen.
Mit aufgefrischter Motivation starteten wir am Morgen des 18. Mais mit Sack und Pack zum Plaza der Vielfalt, wo sich an vielen Ständen Umweltorganisationen vorstellten und der Naturathlon, ein Marathon für die Biodiversität, startete.
Unser Stand der Klima- Akademie umfasste nicht nur Informationen, sondern verschiedene Mitmachaktionen für die Passanten. Die Kinder bastelten begeistert bunte Origami- Kraniche und sortierten sie in den Vogelzug ein. Die Aktion läuft wortwörtlich „am Schnürchen“. Schnürchen waren auch an den Flummies, die in die Nestbox im richtigen Überwinterungsgebiet zu werfen waren.
Wohin zieht der Storch im Winter? Super. Südafrika. Also den Flummie samt Origami ab ins richtige Nest zielen.
Die Abschlussaktion war bunt, informativ und aktiv.
Ein kleiner Beitrag für den natürlichen Vogelzug.
Ein kleiner Beitrag gegen den Klimawandel.
Ein kleiner Beitrag für die Biodiversität.
Doch genau hier schließen sich weit reichende Kreise, auf die es sich durch vielfältige Aktionen aufmerksam zu machen lohnt. Wir schauen zurück mit einem großen Ausblick.
Lea Nitz