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Wenn man eine Scheune oder einen Stall betritt, sieht man in den Ecken kleine schalenförmige Nester. Diese stammen häufig von der Rauchschwalbe (Hirundo rustica).
Sie ist ein häufiger Mitbewohner von Ställen, Scheunen und Bauernhöfen.
Hoch oben an den Decken bauen sie ihre Nester und ziehen dort zwei bis dreimal im Jahr ihre vier bis fünf Jungen groß. Die Nester der Rauchschwalbe sind schalenförmig angelegt und bestehen aus Schlammklümpchen.
Ebenfalls kann man sie im Sommer gruppenweise auf Telefonleitungen sitzen sehen. Die Rauschwalbe fliegt gerne durch den Rauch, der aus den Schonsteinen der Häuser kommt. Daher hat sie ihren Namen.
Die Rauchschwalbe ist ein sehr guter Flieger und kann deshalb durch gekippte Fenster fliegen. Dies verdankt sie ihren langen tief gegabelten Schwanzfedern. Sie ist 19 bis 22 cm lang, hat einen blau-schwarzen Rücken, eine rahmweiße Brust und eine kastanienbraune Kehle. Wer von den Männchen die hellere Kehle besitzt, ist umso begehrter bei den Weibchen.
Die Brutzeit der Schwalbe beträgt meistens 14-17 Tage. Danach füttern die Eltern die Jungen noch 20 bis 25 Tage, dann verlässt die Brut das Nest. Das besondere bei den Schwalben: die erste Brut hilft bei der Fütterung der zweiten Brut.
Zug
Von April bis August, manchmal bis September, hält sich sie Rauchschwalbe an ihrem Brutplatz auf. Die Rauchschwalbe überwintert in Asien, Irak, Indien und Afrika.
Rauchschwalben im Klimawandel
Durch die Erwärmung kommt die Rauchschwalbe früher aus ihrem Winterquartier zurück. In den letzten Jahren sinkt die Zahl der Nistplätze. Da die Insekten früher als gewöhnlich schlüpfen, findet sie immer weniger Nahrung.
Clarissa Siegel
Quellen: