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Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein Kurzstreckenzieher, der sich gerne an Wiesen und Äckern aufhält. Seine früheren Brutstellen waren Sümpfe, die heute trockengelegt sind, deshalb kommt er bei uns selten vor. Auf der Roten Liste ist er als stark gefährdet eingetragen.
Der Kiebitz ist ungefähr 30 cm groß. Er ist leicht zu erkennen, da er schwatze Schopffedern besitzt. Der Rücken des Kiebitzes ist schwarz, im Licht schimmert er metallisch-grün und er hat eine weiße Brust.
Das Flugbild des Kiebitzes ist nicht zu verwechseln. Er fliegt mit gleichmäßigen Flügelschlägen, sie sind leicht abgerundet und das vereinfacht das Fliegen.
Die Kiebitzmännchen haben meistens zwei oder mehr Weibchen. Sie brüten häufig in Gruppen. Das Nest wird auf dem Boden errichtet. Das Weibchen legt ca. 4 Eier. Das Männchen und das Weibchen wechseln sich beim Brüten ab. Die Brutzeit beginnt im März, wenn es keinen Frost mehr gibt. Die Brutzeit dauert 21bis 28 Tage. Kaum sind die Jungen geschlüpft, verlassen sie das Nest auf der Suche nach Würmern und Insekten.
Zug
Der Kiebitz zieht schon Anfang Juli. Er fliegt kurze Strecken mit Pausen dazwischen. In warmen Regionen ist der Kiebitz ein Standvogel. Der Rückflug in das Brutgebiet beginnt schon im Januar, die meisten Vögel fliegen allerdings im März.
Kiebitze im Klimawandel
Durch die Erwärmung gehen die Sümpfe und Moore verloren und das sind die liebsten Brutgebiete des Kiebitzes. Sie sind gezwungen auf Wiesen zu nisten, aber dort finden die Jungen keine Nahrung. Oft müssen sie verhungern oder fallen den landwirtschaftlichen Maschinen zum Opfer. Außerdem sind Kiebitzeier eine holländische Delikatesse.
Clarissa Siegel
Quellen: