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>> Der Vogelzug im Klimawandel >> Aktuelles
Am 31. Juli 2008 ist der Projektantrag für die Klimaakademie ausgelaufen und somit ist auch die Kampagne zu Ende...
Was gelaufen ist in den 1 1/2 Jahren, könnt Ihr auch hier nachlesen: Klimaakademie.
Bei der NAJU könnt Ihr auch die zwei im Laufe des Projektes entstandenen Broschüren bekommen:
NAJU Bundesgeschäftsstelle
Charitéstr. 3
10117 Berlin
Zum Anrufen: 030/284 984 1900.
Zum Faxen: 030/284 984 2900.
Zum Schreiben: naju@naju.de.
www.pixelio.de
Die Gesetzesvorschläge sollen vor allem helfen, den Treibhausgas-Ausstoß der EU bis 2020 um zwanzig Prozent zu senken, wobei die einzelnen Mitgliedsstaaten individuell errechnete Vorgaben erhalten. Wohlhabende Staaten – u.a. auch Deutschland – sollen hierbei stärker belastet werden als wirtschaftsschwache Länder.
Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 20 Prozent des Energieverbrauchs in der EU bis 2020 aus Erdwärme, Biomasse, Wind-, Wasser-, Gezeiten- und Sonnenkraft sowie Biogas aus Abwässern und Hausmüll stammen.
Für Deutschland heißt das konkret, dass der Anteil grüner Energie aus Sonne, Wind und Biomasse am Energieverbrauch bis 2020 von derzeit rund neun auf 18 Prozent verdoppelt werden soll.
Das Klimaschutzpaket sieht erstmals vor, auch Bürger in die Pflicht zu nehmen: Der Treibhausgasausstoß von Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfall soll deutlich gesenkt werden. So soll beispielsweise in Deutschland der Ausstoß von Kohlendioxid in diesen Bereichen bis 2020 um 14 Prozent im Vergleich zu 2005 verringert werden.
Darüber hinaus soll die Versteigerung von Verschmutzungsrechten zur Verringerung der Treibhausgase beitragen. Bisher wurden diese Emissionszertifikate von den nationalen Regierungen kostenlos verteilt, von 2013 an müssen zunächst zwei Drittel der Zertifikate von der Industrie ersteigert werden, ab 2020 dann alle. Manche Industriezweige, die besonders viel Energie benötigen, bekommen allerdings Sonderregeln eingeräumt.
Das Klimaschutzpaket beinhaltet außerdem neue rechtliche Rahmenbedingungen für die CO2-Abscheidung und seine unterirdische Speicherung. Hierdurch sollen Investitionen in diese kostenintensiven Prozesse angeregt werden.
Die Vorschläge sollen jeden Bürger drei Euro pro Woche kosten. Die Gesamtrechnung für die EU liegt bei rund 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht ungefähr 1% des Bruttoinlandsprodukts. Würde hingegen nichts unternommen, beliefen sich die anfallenden Kosten laut Berechnungen des Ökonomen Stern auf 5-20 % des BIP.
Lorenz Thomschke
Quelle und weiterführende Informationen auf den Seiten der EU-Kommission